Schwangerschaft

9. WocheMit der Diagnose „Sie sind schwanger!“ bricht für Sie eine spannende Zeit an. Unser Ziel hierbei ist es, Sie mit Rat und Tat durch diesen Zeitraum zu begleiten dabei Fehlentwicklungen und Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Dazu dienen die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, die in den ersten 30 Schwangerschaftswochen alle 4 Wochen, dann bis zur 36.Woche alle 2 Wochen und schließlich bis zum Geburtstermin wöchentlich durchgeführt werden.
Neben klinischen Untersuchungen, Blut und Urinuntersuchungen, werden ab der 28. Woche Herzton-Wehenkurven (CTG) geschrieben, und in der 9-12. Woche, der 20. und 30. Woche Ultraschalluntersuchungen durchgeführt.

Im Rahmen der ersten regulären Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung wird der voraussichtliche Geburtstermin an Hand der letzten Regel und des Ultraschallbefundes festgelegt.
Alle Fragen um Schwangerschaft und Lebensführung während der Schwangerschaft und Stillzeit werden eingehend besprochen.

All diese Untersuchungen sollen Erkrankungen, Mangelernährung und andere Risiken des ungeborenen Kindes möglichst früh aufzeigen, um so das Risiko für Mutter und Kind auf schwere Komplikationen und Erkrankungen möglichst klein zu halten.

 

Hier sollen einige Untersuchungen näher erläutert werden:
 

Praenatest/Harmony Test

In diesen Testverfahren wird im mütterlichen Blut nach Bestandteilen des kindlichen Erbgutes (Bruchstücke kindlicher DNA) gesucht und auf diese Weise eine Aussage über eine  des Föten getroffen. Aber auch hierum ein pathologische Ergebnis durch eine Fruchtwasserpunktion gesichert werden.

Diese Untersuchung ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen aufgeführt

 


Fruchtwasserpunktion (Amniocentese, AC)*:

Ist die werdende Mutter älter als 35 Jahre, so ist das Risiko, dass das Baby an einer chromosomalen Erkrankung (z.B. Morbus Down) erkrankt ist erhöht und steigt mit zunehmenden Alter der Schwangeren deutlich an. 
Mittels ultraschallgesteuerter Punktion der Fruchthöhle wird Fruchtwasser gewonnen, das kindliche Zellen enthält. Das Erbgut dieser Zellen wird auf chromosomale Erkrankungen durch ein humangenetisches Labor untersucht.

Mittlerweile ist dieser Eingriff recht sicher geworden, die Wahrscheinlichkeit
einer Fehlgeburt beträgt 0,5 -1%.
 

Feindiagnostik*:

Gesicht i.d. 20. Woche (3D)Dem Ultraschall in der 20.Woche kommt eine besondere Rolle zu, da hier die sogenannte
„Feindiagnostik“, durchgeführt wird um Fehlbildungen frühzeitig zu erkennen.

In dieser Woche sind alle Organe angelegt und so weit entwickelt, dass sie in der Regel einer
Ultraschalldiagnostik zugänglich sind. Bei einem auffälligen Befund kann durch weitergehende Maßnahmen eine Behandlung noch in der Schwangerschaft erfolgen, oder die Geburt und die dann folgende Behandlung im Vorfeld organisiert und geplant werden.

In diesen Fällen besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Perinatalzentrum des Klinikum Braunschweig.
Da aber die meisten Kinder bei dieser Untersuchung gesund und unauffällig erscheinen, ist diese Untersuchung für das Elternpaar eine gern genutzte Gelegenheit ihr neues Familienmitglied einmal näher zu betrachten.

 

Überwachung des kindlichen Gedeihens und Wohlbefindens

CTG ZimmerSowohl Ihnen als werdende Eltern, als auch uns liegt das Wohlbefinden und Gedeihen ihres ungeborenen Kindes am Herzen.

Kindsbewegungen, die man als Schwangere spürt, sind hier ein beruhigendes Zeichen.

Dopplersonographie der NabelschnurDas kindliche Wachstum, gemessen per Ultraschall, die Herzton- Wehenkurve (CTG) und,
bei besonderen Fragestellungen, die Messung der Durchblutung kindlicher Gefäße und der Gebärmuttergefäße (Dopplersonographie) geben zuverlässig Auskunft über das kindliche Wohlergehen im Mutterleib.

 

Oraler Glucose Toleranz Test (OGT)**

Diesen Test bieten wir in der 28. Woche an. Ziel ist es, den in der Regel symptomlosen Schwangerschaftsdiabetes zu entdecken. Dann wird durch eine entsprechende diabetische Behandlung das deutlich erhöhte Risiko für das ungeborene Kind bei der Geburt und nach der Geburt auf ein normales Maß reduziert. (30€)

 

Scheidenabstrich auf Streptokokken B**:

Die Besiedlung der Scheide mit Streptokokken „B“ Bakterien ist im Normalfall völlig ohne Symptome. Unter der Entbindung kann sich aber das Kind infizieren und schwer erkranken. Durch eine Antibiotikagabe unter der Entbindung lässt sich diese Gefahr verhindern. (20€)


 

** diese Leistungen werden von den Krankenkassen nicht übernommen
*hierbei erfolgt eine besondere Beratung und Aufklärung gemäß Gendiagnostikgesetz